Bestattungsarten

Die Erdbestattung findet in einem Sarg statt. Dies ist die traditionellste Art, dem Verstorbenen die letzte Ruhe zu erweisen. Hierzu benötigt man keine testamentarische Willenserklärung des Verstorbenen. Die Beisetzung kann in einem Familiengrab (Wahlgrab) oder in einem Reihengrab (Einzelgrab) erfolgen.

 

Die Urnenbeisetzung ist die häufigste Alternative zur Erdbestattung. Bei dieser Art der Beisetzung benötigt man jedoch die Willenserklärung des Verstorbenen (oder der Hinterbliebenen). Bei einer Einäscherung haben die Angehörigen mehr Zeit, neue Kraft zu schöpfen und können die Beisetzung für einen späteren Zeitpunkt vorsehen lassen.

 

Für diese Beisetzungsart gibt es folgende Differenzierungen, wenn keine normale Trauerfeier stattfinden soll:

 

  • anonyme Urnenbeisetzung – Bestatter führt diese anonym und gänzlich ohne Gäste durch
  • stille Urnenbeisetzung – geeignet für bis zwölf Gäste ohne Nutzung der Trauerhalle, ohne Aufstellung eines Fotos und ohne Musik, ggf. mit einer kurzen Rede vor der Beisetzung. (allgemeine und/oder einige persönliche Worte, welche vorher eingereicht werden können und passendes Gedicht) In der Traueranzeige darf der Beisetzungstermin nicht bekanntgegeben werden.

 

Die Baum- oder auch Waldbestattung ist eine der neueren Bestattungsarten in Deutschland. Hierbei wird die Aschekapsel des Verstorbenen an der Wurzel des ausgewählten Baumes in die Erde gebracht. Solche Beisetzungen sind vor allem für Menschen geeignet, welche sehr naturverbunden waren. Für die Angehörigen ist dies von Vorteil, wenn zu wenig Zeit für die Grabpflege vorhanden ist. Die Baumbestattung wird auf immer mehr Friedhöfen angeboten. Ebenso gibt es spezielle Waldfriedhöfe wie z. B. “RuheForst” oder “FriedWald”/”Friedhain” mit verschiedenen Möglichkeiten, wie z. B. die Bestattung an Familien- oder Freundschaftsbäumen.

 

Bei einer Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer direkt dafür vorgesehenen Urne im Meer beigesetzt. Hier können Sie zwischen Ostsee, Nordsee im Mittelmeer oder sogar dem Atlantik wählen. Auf Wunsch können Sie diese Art der Bestattung miterleben. Viele Reedereien bieten eine Begleitung von bis zu 50 Trauergästen auf ihren Schiffen an. Die Urne besteht aus einem wasserlöslichen Stoff (innerhalb von 2 h) und wird entweder während einer Trauerfeier oder danach in aller Ruhe versenkt. Detaillierte Informationen erhalten Sie natürlich gerne in unseren Geschäftsstellen.

 

Für die Herstellung eines Erinnerungsedelsteins (Saphir oder Rubin) werden 10 Gramm Haare benötigt. Dies erschafft Ihnen die persönlichste Erinnerung der Welt mit wunderschöner, individueller Farbvielfalt sowie die Möglichkeit der Einarbeitung in ein vorher auszuwählendes Schmuckstück. Es klingt zwar ein wenig befremdlich, aber: Da dies nicht nur für verstorbene Menschen möglich ist, haben z. B. zukünftige Ehepaare die Möglichkeit (wie auf dem Markt schon vorgekommen), solche Schmuckstücke als Eheringe bei uns in Auftrag zu geben.

 

Die Diamant-/Saphirbestattung ist eine relativ neue Bestattungsart, bei der eine Einäscherung Voraussetzung ist. Danach entsteht aus einem kleinen Teil der Asche durch ein besonderes Verfahren ein Diamant, der in ein Schmuckstück eingearbeitet werden kann. Es gibt auch die Möglichkeit, mehrere Diamanten herstellen zu lassen. (z. B. für verschiedene Angehörige) Hier ist die Beachtung des jeweiligen Bestattungsgesetzes pro Bundesland erforderlich. Auch nehmen die Angehörigen hierbei die volle Verantwortung auf sich.

 

TREE OF LIFE ist ebenso eine neuere Bestattungsart, vor allem für Menschen, die ihr Leben gerne in der freien Natur verbrachten. Die persönlichen Vorstellungen von Bestattungen sind in einem Wandel und TREE OF LIFE ist ein Sinnbild für das Fortbestehen des Lebens. Voraussetzung ist auch hier die Einäscherung. Es wird ein Wunschbaum (Katalog) ausgewählt, welcher in einem Gemisch aus Asche und spezieller Vitalerde zur Durchwurzelung in einem Spezialunternehmen außerhalb Deutschlands gepflanzt wird. Die Übergabe des Pflanzlings an Sie zur freien Verfügung erfolgt durch uns nach ca. einem halben bis einem Jahr. (Zusatzkosten per 2020: 1.725,50 €)